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hier bloggen Teilnehmer des Marsches zu Themen rund um das Thema Caracallafeldzug 2013

„Die Germanienexpedition des Kaisers Caracallas 213 n.Chr.- 2013“
Von Marcus, geschrieben am Montag, 07. Oktober 2013 um 19:45 Uhr

Von der Rekonstruktion eines antiken Feldzuges und den Ergebnissen seiner modernen Neuauflage

Vortrag und Präsentation
Durch Dr. Andreas Hensen (Althistoriker an der Universität Heidelberg) und anschließende Berichterstattung durch Teilnehmer an der expeditio germanica des Numerus Brittonum.

Freitag, 18. Oktober 2013, 20 Uhr, Ratssaal Welzheim

In diesem Jahr – 2013 – wird eines besonderen Ereignisses der römischen Epoche unseres Landes durch eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen gedacht. Vor 1800 Jahren führte Kaiser Caracalla eine Feldzugarmee über den rätischen Limes. Ziel des Unternehmens waren Germanen, die in der Nähe des Mains aufgetaucht waren, einige Quellen nennen sie erstmals Alamannen. Es handelt sich um den frühesten Vorgang der süddeutschen Landesgeschichte, der durch eine Vielzahl überlieferter Nachrichten räumlich und zeitlich mit überraschender Genauigkeit nachvollzogen werden kann.

Die im Rahmen des Vortrags vorgestellte Rekonstruktion des Ablaufs stützt sich auf Priesterprotokolle, Dokumente der Rechtsprechung, archäologische Entdeckungen am Limes und topografische Untersuchungen.

Dr. Hensen war auch wissenschaftlicher Schirmherr des Projekts „Caracallafeldzug 2013“, bei welchem die Welzheimer Römergruppe im zurückliegenden August die mögliche kaiserliche Expeditionsroute in originalgetreuer Ausrüstung des 3.Jahrhunderts nachvollzogen hat. Über die Vorbereitung, ihre Erfahrungen und Erlebnisse auf der über 144 km langen Unternehmung von Aalen nach Osterburken –verteilt auf 9 Tage- wollen die Mitglieder im Anschluss berichten. Strapazen, Eindrücke und Erkenntnisse werden durch eine Auswahl an Bildern und Ausrüstungsteilen für das Publikum lebendig gemacht.

Weitere Informationen Der Referent studierte u.a. provinzialische Archäologie, war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Alte Geschichte und Epigraphik der Universität Heidelberg und ist seit März 2012 Leiter des Lobdengau Museums der Stadt Ladenburg.

commentarii de expeditione germanica MMXIII
Von Marcus, geschrieben am Montag, 16. September 2013 um 15:25 Uhr

Der Caracallafeldzug 2013 – Ein Bericht aus der Erinnerung des Soldaten Flavius Valentinus

Der Auftrag wurde von Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus persönlich erteilt und war in seinem Inhalt unmissverständlich: Germanien muss besiegt werden!
Die expeditio germanica wird im August des Jahres MMXIII stattfinden. Das große Heer wird ca. 10000 Mann stark sein und v.a. aus den Donauprovinzen gestellt. Zusätzlich werden syrische Bogenschützen, Reiterei und Hilfstruppen rekrutiert. Alle samt werden donauaufwärts nach Faimingen verschifft und von dort auf dem Landweg in das Aufmarschgebiet am Raetischen Limes marschieren. Der Kaiser persönlich wird anwesend sein, um die Truppen auf die expeditio germanica einzuschwören.

Als Hilfstruppe und Wachmannschaft am Limesabschnitt Welzheim ist es die höchste Ehre für den Numerus Brittonum, als exploratores dem großen Heer voran zu marschieren und Lagerplätze und Wege zu erkunden. In drei Verlegungsmärschen vom Ostkastell Welzheim über Limesturm Lorch, Kastell Schirenhof und Kastell Böbingen sind wir im Reiterkastells der Ala II Flavia angekommen.

Am 17. August MMXIII stellt sich Numerus Brittonum vollzählig in der dortigen principia auf, um die einschwörenden Worte des Kaisers persönlich zu hören, nachdem zuvor einheimische Germanen beim Statthalter persönlich um militärischen Schutz gebeten hatten. Vor dem Abmarsch werden in einer Weihezeremonie die römischen Götter um den Sieg angefleht und Wein und Weihrauch geopfert. Centurio Marcus Octavius Severus erteilt die Marschbefehle.
Fortuna nobis adsit – Das Glück stehe uns bei
!
Der Numerus Brittonum marschiert mit 16 Schwerinfanteristen, 4 Leichtinfanteristen, germanischen Kundschaftern, 1 Meldereiter und 2 Packpferden. Erstes Marschziel wird das Kastell Rainau und die dortigen Bäder sein. Mir, Flavius Valentinus, wird die Ehre zu Teil, die Truppe als Vexillifer anführen zu dürfen.
Die Götter sind mit uns. Die Sonne scheint. Das Marschgepäck wird im Kettenhemd geschultert: Schild, Helm, Waffen, Furka, Verpflegung. Gesamtgewicht 25 kg. Durch viele Übungsmärsche sind wir dies gewohnt. Die Marschierenden können es kaum erwarten. 1 Jahr Vorbereitung wartet auf diesen Augenblick. Eine körperliche und logistische Meisterleistung wurde vollbracht.
Mit ermutigenden Gesängen und Schlachtrufen kommen wir schnell voran, durchschreiten die Waldflächen und eine leichte Hochebene. Die Reiterei berichtet keine Vorkommnisse. Wir befinden uns schließlich noch auf römischen Boden. Zur Mittagszeit wird Pause befohlen. Wir befinden uns kurz vor dem Abstieg zum Fluss cochana. Nach Überschreitung der Brücke muss das Flusstal erklommen werden. Die Hitze tut ihr Übriges und erste Schwächen machen sich bemerkbar. Der letzte Marschteil steht an. Erschöpft, aber glücklich und mit letzten Schlachtrufen erreicht die Truppe nach 19 km das Marschlager Rainau, welches wir schnell aufgebaut und mit Schanzpfählen gesichert hatten. Unsere germanischen Verbündeten der Raetovarier haben das gemeinsame Essen zubereitet. Zwei Männer brauchen den Rat unseres medicus aufgrund ihrer Blasen an den Füßen. Der restliche Abend steht zur freien Verfügung. Dies wird im erfrischenden Nass des Sees genutzt. Eine abschließende Lagebesprechung beendet den Tag ohne nennenswerte Vorkommnisse. Lediglich die Seerettung eines Soldaten, der meinte im Kettenhemd schwimmen zu müssen, wird im Tagesbericht niedergeschrieben.

Der nächste Tag begrüßt uns mit leichtem Dunstschleier über dem See. Es wird heiß werden, ähnlich wie gestern. Das Marschlager wird abgebaut und wir machen uns in Marschformation auf zum Dalkinger Tor. Dies ist der Durchgang durch den Raetischen Limes nach Germanien. Hier werden wir offiziell vom Kaiser in das germanische Feindesland verabschiedet. Wir treten an und der Kaiser persönlich richtet seine euphorischen Worte an die Truppe. Die Götter werden uns begleiten und schützen. Roma aeterna – Germania devicta!

Der Limes wird überschritten, ebenso der erste Bachlauf auf schmalem Steg. Als vexillifer marschiere ich der Truppe voran, unser cornicen gibt die entsprechenden akustischen Befehle. Germanien ist betreten. Semper porro – numquam retro! Immer vorwärts – niemals zurück!

Höchste Aufmerksamkeit ist ab jetzt geboten, obwohl die Germanen hier im nahen Grenzgebiet unsere Verbündete sind. Spione gibt es überall und eine solch große expeditio bleibt nicht unbemerkt. Über sanfte Hügel und durch Wälder marschieren wir frohen Mutes tiefer nach Germanien. Die Hitze der Mittagszeit ist unbarmherzig. Schweiß vermischt sich mit dem Öl des Kettenhemds. Das Gepäck drückt. Die Wasservorräte werden an den Pausenpunkten aufgefüllt. Langsam ziehen Wolken auf. Die Wälder werden dichter. In Keuerstadt tief im germanischen Wald wird das Marschlager im hohen Gras einer Lichtung aufgestellt. Die heutige Marschleistung beträgt 18 km. Auf offenem Feuer wird Fleisch gegrillt und ein Becher mulsum entschärft die Strapazen. Unsere germanischen Kundschafter haben keine Feindberührung in weitem Umkreis gemeldet. Wir gehen von einer ruhigen Nacht aus. Sie berichten aber auch vom Mystischen dieses Ortes. Eine germanische Opferstätte soll hier sein. Dies zehrt an den Nerven unserer jungen Rekruten.

Die Nacht bleibt ruhig, aber die Vermutung auf Wetterumschwung bestätigt sich. Die Zelte werden noch trocken abgebaut. Offensichtlich haben die germanischen Götter, allen voran Donar, bemerkt, dass Römer ihr Land betreten haben. Sie lassen alles auf uns herab. Im starken Regen stehen wir unter einer großen Eiche in Formation zum Abmarsch bereit. Mit einem lauten semper porro – numquam retro! verlassen wir diesen unheimlichen Ort. Trotz des Regens kommen wir auf gut ausgebauten Handelswegen sehr gut durch den dichten Wald. Die Reiterei muss uns heute verlassen. Sie wurde für wichtigere Aufgaben abgezogen. Der Regen lässt langsam nach, die germanischen Götter wissen, dass sie uns nicht aufhalten können. Dem Wald folgt eine leichte freie Anhöhe. Die erste Pause. Unsere Kundschafter haben beste Arbeit geleistet. Auf direktem Weg geht es an großen Feldern vorbei. Plötzlich ein unbekanntes Gefährt auf offener Fläche. Eine Falle? Ein Hinterhalt?
Die germanisch sprechenden Insassen scheinen uns wohlgestimmt. Mitleid haben sie nicht, dennoch versorgen sie und mit Wasser. Lebenswasser! Einer von ihnen wird uns heute als neuer Rekrut begleiten: Lukas wird Schild und Helm geschultert. Wir können kräftige und mutige Verbündete in unseren Reihen brauchen. Kurz vor dem heutigen Marschlager Waldtann greift uns Donar mit all seiner Macht wieder an. Er gibt nicht auf und schleudert uns Blitz, Donner und Regen entgegen. Wir lachen darüber und stellen uns unter. Heil Jupiter, schenk´ uns den Sieg und zeige Donar, wer der Stärkere ist. Und so ist es: dem Regen folgt Sonnenschein und der Rest der Tagesstrecke ist uns ein Leichtes. Unsere Ankunft in Waldtann nach 17 km wird von kräftigen Schlachtrufen begleitet. Der örtliche Wirt, ein Verbündeter (die heutige Abendration wird von ihm gestellt) begrüßt uns mit Lebenswasser. Das Marschlager wird auf der großen Dorfwiese aufgeschlagen, Schanzpfähle in den Boden gerammt und die Abendration aus dem Kessel über dem Feuer verzehrt. Die Dorfbewohner begrüßen uns ebenfalls und der Tagesauftrag, germanische Kinder mit Essensrationen zu versorgen, wurde erfolgreich ausgeführt. Dies berichtet unser Centurio.

Die Nächte werden kürzer und kälter. Die Routine des Zeltabbaus macht sich bemerkbar. Die Truppe formiert sich zum vierten Marschtag in duos ordines. Das vexillum voraus und unter Schlachtrufen verlassen wir dieses germanische Dorf. Erste Ausfälle aufgrund gelaufener Blasen sind zu verzeichnen. Unser medicus ist derzeit abwesend. Er hat höhere Aufgaben erhalten. Über leichte Hügel geht es an Feldern und Seen vorbei Richtung Norden immer tiefer in das wilde Germanien. Warm ist es und die Sonne begleitet uns. Auch das ist Germanien. Wir haben vom heute zu uns gestoßenen Meldereiter die Nachricht erhalten, dass feindliche Germanen in der Nähe sind und einen Überfall planen. Er reitet im Galopp voran, um das Vorfeld weiträumig zu erkunden. Centurio Marcus Octavius Severus lässt uns in Gefechtsformation marschieren, dabei vexillum und cornicen hinter die Schwerinfanterie. Wir sind zu allem bereit. Höchste Aufmerksamkeit nach allen Richtungen. Der Meldereiter kommt zurück und meldet, dass die Germanen verschwunden sind. Unsere Gefechtsformation und Schlachtrufe haben sie sicherlich eingeschüchtert.
Das heutige Marschlager ist nach 19 km in Hengstfeld erreicht. Die große Wiese inmitten des Dorfes bietet uns Platz für die Zelte. Die durch Schanzpfähle umzäunte Fläche gebietet Respekt gegenüber den Einheimischen. Abends ist die gesamte Truppe zum Mahl versammelt und wir lassen es uns schmecken. Die Nacht ist sehr kalt und ich drehe mich von einer Seite auf die andere. Den Göttern sei Dank, es sind keine Albträume von feindlichen Angriffen oder germanischen Ungeheuern.

Der Sonnenaufgang zeigt sich von einer mystischen Seite: die dunkelrote Morgensonne zwängt sich durch die frühherbstlichen Nebelschwaden, die über unserem Marschlager liegen. Das Feuer wärmt mich und nach und nach aufstehende Kameraden. Heute ist Marschruhe. Es stehen Verhandlungen mit den einheimischen Stämmen an, die unser Lager besuchen werden. Zur Demonstration römischer Macht exerzieren wir und zeigen die militärische Überlegenheit. Beeindruckt erhalten wir Geschenke als Zeichen der Unterwürfigkeit. Dennoch behalten die Stämme ihre Eigenständigkeit. Anstrengend ob der Verhandlungen fallen wir in die Zelte ohne jedoch vorher bei Lebenswasser den Tag zu verabschieden.

Der fünfte Marschtag beginnt mit der Routine der römischen Armee. Heute stößt ein neuer Rekrut zu uns, der gestern angeworben wurde. Er wird zuerst als miles in die Reihe treten, wird aufgrund den Umständen aber in einer Feldbeförderung die Aufgabe als cornicen übernehmen und in der ersten Formationsreihe neben mir marschieren. Ehre und Stärke! Der Tagesbefehl lautet: den berühmten Meilenstein und das verlassene Kastell zu finden. Bei schönem und trockenem Sommerwetter schaffen wir die 17 km zum Marschlager Blaufelden ohne Vorkommnisse. Germanenüberfälle wären eine willkommene Abwechslung, um das erlernte Kriegshandwerk anzuwenden. Dennoch sind wir froh, keine feindlichen Germanen zu treffen. Roma aeterna – germania devicta! Wir rufen es weit nach Germanien hinein. Die Zelte werden aufgebaut und mittlerweile werden Wettkämpfe zwischen den contubernien ausgefochten. Das ist römische Disziplin. Centurio Marcus Octavius Severus bestätigt uns das Erreichen des Tagesbefehls. Der Meilenstein und das verlassene Kastell wurden gefunden. Die germanische Bevölkerung besucht uns und bei manchem cervisia werden Freundschaften geschlossen. Pax romana!

Die Nacht ist frisch und ein Kratzen im Hals verheißt mir nichts Gutes. Der mittlerweile wieder zu uns gestoßene medicus verordnet mir einen Tag Marschruhe aufgrund einer Erkältung und leichtem Fieber. Das vexillum überreiche ich den treuen und tapferen Händen von Matthias. Er führt heute die Truppe in das 20 km entfernte Marschlager Hollenbach. Ich schließe mich dem Versorgungstrupp an und wir verlegen das schwere Gerät und bauen die Zelte auf. Die einheimische Bevölkerung erwartet uns bereits und zum Abend ist das Lager bevölkert von ihnen. Pax romana – die Bevölkerung weiß und respektiert dies!
Die Nacht verläuft ruhig und am siebten Marschtag treten wir unter Teilnahme der Einheimischen an. Ich bin als Leichtbewaffneter wieder bei der Truppe und marschiere hinter der schweren Infanterie. Durch dichte Wälder geht es heute westwärts Richtung obergermanischem Limes. In den Tiefen der dichten germanischen Wälder ist ab heute mit Feindberührung zu rechnen. So berichten die Kundschafter. Höchste Aufmerksamkeit ist bei allen geboten.
Plötzlich… aus einem Hinterhalt stürmt ein einzelner Germane mit Speer und gezogener Spatha auf die Front der Truppe. Er hat keine Chance und wird niedergemacht. Nur die Vorhut eines groß angelegten Angriffs? Nicht alle Germanen wollen pax romana. Centurio Marcus Octavius Severus muss die Truppe immer wieder auf mögliche Angriffe einstimmen. Die Ankunft im letzten Marschlager Assamstadt nach 15 km ist beruhigend und wir sind froh und erleichtert, keinen Feindkontakt mehr gehabt zu haben. Die Zelte sind bereits aufgebaut und ein letztes Mal wird unser Schuhmacher unsere Stiefel reparieren und neue Nägel in die Sohlen schlagen. Seine Arbeit ist mit nichts zu vergleichen. Die Bevölkerung empfängt uns freudig und brät bereits als Gastgeschenk das Spanferkel über dem Feuer. Es ist ein genüssliches Abendessen und die Truppe ist gut versorgt. Wir sind guter Dinge und freuen uns auf den letzten Abend der expedito. Dieser wird traditionsgemäß gefeiert und am Feuer wird bei mulsum und Lebenswasser den Göttern ein letztes Mal Weihrauch und Wein geopfert und um den Sieg und eine glückliche Heimkehr in das Römische Reich gebeten. Wir sind sehr stolz auf uns. Numerus Brittonum hat sich Respekt erkämpft und diesen werden wir mit breiter Brust tragen. Der Feind hat uns als Friedbringend, aber auch als mutig voranschreitende Truppe kennengelernt. Der Kaiser kann stolz auf uns sein. Semper porro – numquam retro!

Der nächste Morgen zeigt jedoch Germanien von seiner gefürchteten Seite mit Starkregen und Wind. Donar will uns ein letztes Mal daran hindern, dass wir heimischen Boden betreten. Heute lachen wir nicht mehr wie zu Anfang der expeditio. Zu anstrengend war der Marsch. Nach dem nassen Zeltabbau marschieren wir dennoch. Die expeditio germanica MMXIII wird zu Ende geführt, mit allen Mittel und allem, was wir leisten können. Die letzten Reserven werden mobilisiert. Bei strömendem Regen geht es vorwärts. Centurio Marcus Octavius Severus ist bis zum Schluss gefordert und muss die Truppe antreiben. Immer wieder löst sich die Formation im Regen auf, aber auf die römische Disziplin ist letztendlich Verlass. Das Marschgepäck wird immer nasser und schwerer. Wir stehen knöcheltief im Schlamm und Morast und marschieren über wassergetränkte Wiesen und Felder. Eine Furt wird durchschritten. Der Regen gibt uns den Rest. Wir sind durchnässt bis auf die Haut. Aus allen Poren läuft das Wasser. Unter einer Brücke werden die letzten Vorräte verzehrt. Ein bis dahin unbekannter warmer brauner Sud vermischt mit Lebenswasser gibt neuen Auftrieb und wir marschieren weiter. Eine in unseren Diensten stehende germanische Kundschafterin begleitet uns die letzten Kilometer. Ehre und Stärke – wir treiben uns gegenseitig an. Ich blicke meinem Vordermann Matthias, der auch heute das vexillum trägt, auf die Füße. Schritt um Schritt, Kilometer um Kilometer. Roma aeterna – germania devicta! Das alleine zählt.

Nach 25 km ist der weiße Limesturm von Osterburken in Sicht. Das Römische Reich, unsere Heimat. Nur noch eine kurzes Stück und wir haben es geschafft. Wir treffen auf Kameraden, die uns das letzte Stück bis zum Kastell begleiten. Unser Optio führt uns aequatis passibus zum Dorf. Wie leicht es uns mittlerweile fällt: lae-vum, lae-vum, lae-vum. Immer wieder links – rechts, links – rechts, links – rechts. Unsere genagelten Stiefel und unsere lauten Schlachtrufe hallen durch das Dorf. Wir werden herzlich empfangen und nehmen in der Halle zum letzten Mal Aufstellung. Centurio Marcus Octavius Severus gibt letzte Anweisungen und seine Abschlussrede hält er ehrfürchtig. Wir spüren seine Erleichterung und seinen Stolz. Wir haben es nach 145 km geschafft. Die expeditio germanica MMXIII ist beendet. Roma aeterna – germania devicta! Ich bin sehr stolz, Angehöriger von Numerus Brittonum zu sein. Bei der Aufstellung und den letzten Schlachtrufen läuft es mir eiskalt über den Rücken. Wir sind Veteranen. Alle teilgenommenen Männer und Frauen haben überlebt und das Letzte aus sich herausgeholt. Centurio Marcus Octavius Severus erhält für seine Leistungen den Ehrenkranz vom Statthalter persönlich. Er kann stolz auf sich und seine Truppe sein. Unter dem Schlachtruf Roma aeterna – germania devicta! recken wir gemeinsam die Waffen in die Höhe und danken den Göttern für den Sieg!

Der Auftrag wurde erfolgreich ausgeführt. Die Beine und der Rücken haben geschmerzt, aber wir haben allem getrotzt. Das große Heer kann uns nachfolgen. Wir sind bereit. Man wird sich unserer Taten erinnern.
Es war mir eine Ehre, mit euch zu marschieren.
Flavius Valentinus
Vexillifer expeditio germanica Numerus Brittonum
Ehre und Stärke!

Nach dem Feldzug ist vor dem Einzug
Von Marcus, geschrieben am Donnerstag, 05. September 2013 um 12:23 Uhr

Römerfest Osterburken als glorreicher Abschluss des Caracallafeldzuges

Fast 2 Wochen ist es nun her, seit die Truppe ihr Endziel in Osterburken erreicht hat.

Damit ist der Feldzug allerdings noch nicht vorbei.
Am Sonntag, den 29. September wird dieses Ereignis mit einem Römerfest am neu errichteten Limesturm in Osterburken begannen.

Genauere Infos folgen noch…

Mittlerweile läuft auch die Auswertung des Feldzuges… Tausende Bilder, Erinnerung werden gesammelt und ausgewertet.

Übrigens für die Statistik: Die genauen km Anzahl für die Etappen:
(1) 17.August_Aalen – Rainau-Buch (18,8km)

(2) 18.August _Rainau-Keuerstadt (18,2km) (Jagstzell)

(3) 19.August_Keuerstadt-Kreßberg /Goldbach-CR) (15,5km)

(4) 20.August_Kreßberg/Goldbach-Wallhausen (16,2 km)

(5) 21.August_Ruhetag Wallhausen

(6) 22.August _Wallhausen-Blaufelden (17km)

(7) 23.August_Blaufelden-Hollenbach (Mulfingen) (19,1km)

(8) 24.August_Hollenbach-Assamstadt (15,5 km)

(9) 25.August_Assamstadt- Osterburken (24,2 km)

Wie kommt das in mein Auto?!?
Von Markus und Stefan, geschrieben am Montag, 26. August 2013 um 20:43 Uhr

Groß reine Machen bei den Römern! Der Feldzug ist zuende, was aber nicht beduetet, dass man sich erholen darf. Nein, denn das Gegenteil ist der Fall – die Arbeit geht noch mal richtig los.

So manch einer von uns frägt sich nämlich heute: “Wie zum Teufel kommt das in mein Auto – und was ist das überhaupt?”, denn überall geht jetzt das Aufräumen und saubermachen los. Fast jeder von uns hat jetzt neue Dinge die einem zuvor noch nicht bekannt waren, im Gegenzug fehlen jetzt aber einige der Ausrüstungsgenstände. Deshalb muss man gucken wo die alle so geblieben sind.

Doch auch die Reinigung ist nicht ganz einfach. Und der Geruch ist fürchterlich. Besonders die feuchten Stoff und Zeltbahnen haben durch das germanische Klima eine besondere Aromatisierung erfahren die nun nur noch mit schwerem Gerät beseitigt werden kann (und etwas Spülmittel mit Waldbeerengeschmack).

Aber über diese Unannehmlichkeiten helfen die Gewissheit über die erfolgreiche Durchführung eines Feldzugs.

Marschtagebuch des Centurio (9)
Von Marcus, geschrieben am Sonntag, 25. August 2013 um 19:10 Uhr

Gewaltmarsch in die Heimat

Am morgen trafen wir einen überlebenden einer Patrouille. Diese wurde von den kennen ueberfallen. Trupp brach bei germanischen wetter zu einen Gewaltmarsch von 25 km auf. Trupp kM sehr gut voran. Meldung von den kennen gemacht. Nun kann caracalla kommen. Truppe hat sich nun ein bad in den Themen verdient. Bald werden wir wieder gebraucht werden. Nun muss aber Mensch und Material erst. Einmal geschont werden. Unser feldzug ist nun vorbei.

Marschtagebuch Centurio (7 + 8)
Von Marcus, geschrieben am Samstag, 24. August 2013 um 21:22 Uhr

Umschwung in Germanien

Nach weiteren römischen Meilen Richtung Norden stoßen wir immer mehr auf Gerüchte von den kriegerischen Kennen. Diese Nachrichten halten die Truppe und den Centurio so beschäftigt, dass ich nicht zu einem gestrigen Eintrag in das Truppentagebuch kam.
Diese nördlichen Kennen sollen gehörig für Unruhe sorgen, Das beunruhtigt die hiesige Bevölkerung merklich. Diese sind stets Romfreundlich und die gute Tradition der Tribute an Rom wird fortgesetzt. Heute merklich durch eine Wildsau die der Truppe geopfert wurde,

Diese Unruhe am Limes muss sofort dem Kaiser im römischen Gebiet gemeldet werden, sodass wir morgen sofort und unverzüglich ohne weiteren Marschpause nach Osterburken aufbrechen. Das Heil und Wohl des Feldzugs liegt in unseren Füßen.

Carcalla muss darüber informiert werden bevor er einen Hinterhalt dieses Volkes gerät und daraus ein zweiter Teuteburger Wald wird.
Nie war ein Marsch einer Voraustruppe so wichtig wie der unsrige.
Es wird ein Gewaltmarsch von 25 km – aber ich bin zuversichtlich, dass die Truppe auch mit Aussicht wieder ins römische Reich zu kommen und das römische Reich zu retten gerne diese Mühsal aufsich nimmt. Für Rom Ruhm und Caraclla !

Marschtagebuch Centurio (6)
Von Marcus, geschrieben am Samstag, 24. August 2013 um 11:49 Uhr

Aus-geruht: Die Erholung vom Ruhetag brachte die notwendige Energie wieder los zu marschieren und die 2. Hälfte der Marschtage anzupacken. Auch wenn die Marschdisziplin und dessen Tempo noch ausbaubar scheint, wird dies die Routine wieder auffangen.

Insbesondere die Sprachgebrauch und auch das Trinkverhalten scheint sich den germanischen Sitten anzugleichen, was weiter mit Vorsicht zu betrachten ist. Womöglich muss die vitis – der Zenturiostab- doch noch aus dem Tornister gezogen werden

Tagesziel der heutigen Route war es einstige Hinterlassenschaften früherer römischer Herrschaft ausfindig zu machen und zu lokalisieren. So konnten ein Meilenstein, leider eines anderen nicht römischen Weges, und ein optimaler Kastellstandort gefunden werden.

Auch hier ist die Bevölkerung Romfreundlich gesinnt und beschlichtete die Truppe umgehend mit Tributzahlungen in Naturalien. Wo lokalisiert Caracalla die Gegner? Bisher trafen wir nur auf friedliche Germanen und auch auf kaum Gegenwehr.

Morgen werden wir noch nördlicher marschieren – wenn wir dort nichts finden wird es so langsam Zeit den Rückzug zu decken. Aber das werden wir morgen schauen.

Feindliche Germanen
Von Karl-Heinz, geschrieben am Donnerstag, 22. August 2013 um 23:35 Uhr

In Anmarsch auf Hengstfeld wurden wieder Späher der Germanen im Unterholz gesichtet. Durch Flankenritte der Reiterei wurde diese wohl so gestört, dass es zu einer Konzentration der germanischen Kräfte nicht kam. Durch die Meldungen der Eques Exploratores gewarnt, war die Truppe im letzten Drittel der Marschetappe ständig in Alarmbereitschaft. Einen Kampf Axt gegen Spatha wollten die Germanen wohl doch nicht riskieren.

Die angesiedelten Germanen erweisen sich als sehr freundlich. Bei den „Unterholzgermanen“ muss es sich wohl um Mitglieder anderer, entfernterer Sippen handeln. Am Ruhetag konnten über 30 Junggermanen erproben, ob ein Ritt auf einem römischen Eques nicht ein Anreiz wäre, sich für 25 Jahre Dienst in der römischen Armee zu verpflichten.

Endlich erreichte uns unsere Feldköchin – der Ruhetag wurde zum römischen Schlemmertag !

Die vielen Aktionen um den Germanen das römische Leben näher zu bringen und den Einen oder Anderen zu rekrutieren – ob der „Zivilisierungsarbeit“ – der Ruhetag war toll.

Marschtagebuch Centurio (5)
Von Marcus, geschrieben am Donnerstag, 22. August 2013 um 14:06 Uhr

Eine Oase der Ruhe mitten im Krieg

Der Ruhetage war für jeden der Truppe eine Wohltat. Neben der Atem- und Schwellpause für manche Blase einzelner Soldaten konnte frische Energie, Mut und Zuversicht getankt werden. Besonders die hiesigen Einwohner gaben mit ihren Tributen klar erkennbar ihre Loyalität und Treue für Rom bekannt.

Desweiteren konnten viele neue Interessenten für das römische Heer geworben werden. Bei der Musterung erwies sich allerdings, das die meisten nur für einen Tag im römischen Heer zu rekrutieren sind und nicht weiter im Feldzug mitzuführen sind.

Auch die Ausrüstungspflege und notwendige Reparaturen konnten vollzogen werden, das die Truppe morgen wieder den langen Marsch nach Osterburken bestreiten kann. Der Antritt wird erwartungsgemäß schwerer ausfallen, doch kann die kürzere Marschdistanz und für das nächste Ziel motivieren. Kann – wir werden sehen- auf jeden Fall geht es noch weiter nordwärts, dorthin wohin uns der Befehl Caracallas führt.

Bericht über das wohlbefinden - Drei Tage ohne Blasen
Von Falk, geschrieben am Mittwoch, 21. August 2013 um 11:59 Uhr

Moral der Truppe auf höchstem Niveau, der Feind wird erwartet – bisher noch nicht gesichtet.

Gesamtverfassung der Römischen Auxilliare und der Germanischen Kundschafter sehr gut – trotz Zorn des angeblich gewaltigen Gewittergotts Donar. Aber was sind schon die Germanischen Götter gegen die Stärke und das Friedenbringende Rom!

Die Friedensdiplomatie war erfolgreich, unsere Gastgeschenke an die germanischen Kinder wurden Dankend angenommen. Im Gegenzug versorgte uns die Germanische Bevölkerung unerwartet mit köstlichen einheimischen Getränken. Marschlager Waldtann unter großer Anteilnahme der ortsansässigen Bevölkerung aufgeschlagen.

Flavius Valentinus
Vexillifer (Fahnenträger) Numeri Brittonu

(vom 19.08.2013)

Tagebuch des Centurio (4)
Von Marcus, geschrieben am Dienstag, 20. August 2013 um 23:54 Uhr

Nach 3 Marschtagen ist die Truppe richtig in Tritt, sodass wir früher als erwartet an den Zielen ankommen. Die Disziplin und Kampfmoral ist auf dem Höhepunkt, sodass selbst Berichte von römfeindlichen Stämmen die Truppe nicht zurückschreckte. Selbst einen gelegten Hinterhalt der Barbaren konnte die Truppe unter einer Zangenbewegung ausweichen und den Gegner somit umgehen und von hinten aufrollen.

Im Gegensatz dazu gaben einige romfreundliche Einwohner der Truppe eine ordentliche Verpflegung mit ansässigen Wein, der am Lagerfeuer genussvoll verwendet wurde.

Die Truppe ist trotz der Strapazen der 4 Tagen hochmotiviert und bestens gelaunt – auch Dank der hier ansässigen Canabae. Der morgige Ruhetage soll aber neben der Erholung der Blasen auch eine Steigerung der Kampftechniken bewirken. Auch sollen ab 13:30 Uhr neue Rekruten ausgehoben werden um die geringen Verluste auszugleichen.

Das Lager ist auf jeden Fall befestigt genug, um jeden Ansturm auszuhalten.

Marschtagebuch des Centurio (3)
Von Marcus, geschrieben am Dienstag, 20. August 2013 um 09:25 Uhr

Willkommen in Germanien- Truppe rückt weiter vor! Das Wetter und das Umfeld hätten nicht germanischer sein können.

Mitten im Wald bei Regen bei kühlen germanischen Temperaturen startete die Truppe. Trotz dieser Hindernisse konnte die Truppe zum Durchhalten motiviert werden. Vielmehr noch selten war die Stimmung besser.

Dies lag vermutlich an der freundlichen Aufnahme der nur spärlich angetroffenen Zivilbevölkerung, die die Truppe mit frischen Getränken versorgt. Selbst neue Rekruten konnten direkt rekrutiert werden und im Marschtross als neue Soldaten aufgenommen werden.

Weitere Sympathien konnten weiter für die römische Sache gewonnen werden, indem die Süße Roms den Kinder zu Gute kam.

Es stellt sich die Frage gegen wen Kaiser Caracalla zu Felde ziehen möchte. Die wenigen Einwohnen scheinen freundlich gesinnt. Aber wir sehen wie sich die Sache ändert, wenn wir weiter nordwärts marschieren. Ein festes Standlager wäre auf jeden Fall eine sichere Festung.

Peter 14 für Peter vierzehn zwo bitte kommen
Von Falk und Markus, geschrieben am Montag, 19. August 2013 um 18:24 Uhr

Funkgeräte sind was tolles. Und ganz besonders viel Freude machen diese Geräte, wenn man sie auch benutzt. Wir von der Logistik tun das zum Beispiel mit vielen unterschiedlichen Rufnamen. Das fördert den Spaß, aber nicht unbedingt die Kommunikation, denn die will gelernt sein.

“Juli für Herbst bitte kommen”
“Hier Juli, bin auf dem weg zum Roten Baron”
“Lima Bohne, was gibt’s?”

Bei solchen Funksprüchen könnte man meinen, dass die Informationen auf der Strecke bleiben, doch irgendwie wissen wir immer wer und was gemeint ist. Wenn man aber trotzdem ein wenig Disziplin beim drücken der Knöpfe wahrt ist das auch kein Hindernis.

Und dann wäre da noch die Geschichte mit dem Senf – aber das erzählen wir ein andermal.

Marschtagebuch des Centurios (2)
Von Marcus, geschrieben am Sonntag, 18. August 2013 um 20:29 Uhr

Mitten im Feindesland

Am heutigen Tage übertrat der Numerus den Limes beim Limestor in Dalkingen. Mit einer erneuten Kaiser- und Statthalterrede wurde die Truppe wiederum auf ihr kriegswichtiges Ziel eingeschworen.

Mit einer offiziellen Kriegserklärung, die durch einen rituellen Speerwurf begannen wurde, wurde aus dem Feldzug ein Bellum Iustum.

Die Wildheit des germanischen Landes erwies sich bald, als der Flussübergang, nur mit einem Steg bebaut war. Wäre diese Brücke auf römischer Seite gebaut worden, wäre bestimmt eine 2 spurige Brücke gebaut worden.

Die Zivilbevölkerung erweist sich bisher als romfreundlich gesinnt und begrüsste die Truppe mit einer eiskalten Servisia. Die Truppe schlägt sich wacker und kam heute zügiger und straffer voran. Wobei die Blasenbildung weiter, wie die Truppe, voranschreitet.
Die Reiterei hatte mit den unwegsamen Gelände weniger zurecht und werden eventuell später wieder dazu stoßen.

Der morgige Tag wird uns hoffentlich wieder in zivilisierten Gegenden führen. Aber man wird sehen. Es gilt weiterzumarschieren und den Ruhm Roms den Barabaren zu bringen.

Marschtagebuch des Centurios (1)
Von Marcus, geschrieben am Samstag, 17. August 2013 um 21:37 Uhr

Truppe brach gemäß Zeitplan auf. Statthalter sendete Truppe nach kurze Rede aus. Überraschender Weise mischte sich der Kaiser selbst unter die Soldaten und inspirierte diese mit einer grandiosen Feldherrnrede.

Von dieser beflügelt brach die Marschkollonne in eilende Tempo zum Limes auf. Truppe hält sich wacker. Nur einige junge Rekruten hätten ihr Schuhwerk zuvor besser einlaufen sollen. Diese zogen anschließend ihre natürliches Schuhwerk vor. Dem Zeitplan gemäß kam die Truppe im Kastell der Cohors II Thracorum an. Nun soll aus den Erfahrungen des ersten Tages gelernt werden solang wir noch im römischen Gebiet sind. Ab morgen sind wir im Feindesland.

Begonnen der Feldzug des Carcalla hat...
Von Marcus, geschrieben am Freitag, 16. August 2013 um 10:07 Uhr

Aalen und Rainau als zentrale Orte des Auftaktwochenendes

Das Kastell-Buch bildet das erste Tagesziel der Truppe auf ihrer Route am 17.August. Tags darauf ist, nach Überquerung des Limes beim Dalkinger Tor, Keuerstadt (bei Jagstzell) Etappenendpunkt.
Der Offizielle Auftakt am 17.8 findet um 11 Uhr im Limesmuseum Aalen statt. Mit dem Eintreffen der antiken Wanderer in Rainau-Buch ist um 17-18 Uhr am Kastell zu rechnen.
Am Bucher Stausee wird ein Marschlager errichtet, die Rationen zubereitet und die lokale Bevölkerung über das Projekt und die gemachten Erfahrungen informiert und für den Feld-zug „rekrutiert“. Passend zur Ferienzeit wird nämlich für Interessierte ein Militärdiplom ausgelobt. Um dies erfolgreich zu erwerben zu können, werden verschiedene Aufgaben von der Reit- und Rüstungsprobe bis hin zum Bogenschießen angeboten. Ganz Wagemutige sind eingeladen, die Marschierenden –mit ein wenig Abstand- auf ihren Tagesetappen zu begleiten.

Die Überquerung der Grenze am Sonntag, den 18.August, stellt einen besonderen Höhepunkt für diese Unternehmung dar. Ausgehend vom Bucher Stausee setzt sich um circa 9.30 Uhr die Truppe in Richtung Limestor Dalkingen in Bewegung. Auch hier ist eine rege Anteilhabe durch interessierte Besucher erwünscht. Dort angekommen, wird um circa 10.30 Uhr ein symbolischer Auftakt der Feldzugs in historischen Szenen mit Erläuterungen nachgestellt: Neben einem Empfang einer germanischen Gesandtschaft, einer lat.-dt. Feldherrnansprache und einer symbolischen Weihehandlung wird sich die Marschgruppe um circa 11 Uhr nach Germanien aufmachen. Das Limestor wird auch danach noch sachkundig besetzt sein und lädt zu weiteren Verweilen ein.

Vorhut der Vorhut
Von Marcus, geschrieben am Mittwoch, 14. August 2013 um 08:46 Uhr

Mechanisierte Alareiter mit Helm und Kette erkundeten die Marschroute aus.

EXPLORATORES
Gestern Abend kamen gegen 20 Uhr die Spähtrupps zurück, welche die Strecke und Lagerplätze für die Truppe erkundeten.
Letzte Ungereimtheiten konnten beseitigt werden und somit Idealbedingungen für einen Marsch garantieren.
Dabei fiel vor allem auf, dass es viele Wege in Germanien nicht mehr gibt, die einstmals kartiert waren – wildes Germanien eben.

Befreundete Germaninnen sorgten für einen glücklichen Aufklärungsvorstoß.
Für die Räderwagen des Trosses könnte es nach der Überquerung des Blaubaches zu Schwierigkeiten kommen.

Germanen haben die Gegend durch Befestigungsanlagen wie Gräben und Erdwälle weiträumig unpassierbar gemacht. Unsere Späher konnten eine Umgehung finden.
Doch es sollt uns zu denken geben – wissen die Germanen das der Kaiser kommt ? Zu Faimingen und in Kastell der ALA FLA v.P. in Aalen kursieren Gerüchte über Verrat und Sabotage.

Im Limesabschnitt zu Welzheim wurden germanische Waffenhändler vor kurzen erst in Haft gesetzt. Dabei sollen ranghohe römische Offiziere ihre Hände im Spiel haben.

Die Spannung steigt und alle warten wie gebannt auf das Wochenende und den Beginn des Feldzuges und den Auftritt des Kaisers.

Das Feldzugdiplom
Von Karl-Heinz, geschrieben am Sonntag, 11. August 2013 um 19:30 Uhr

Der Kaiser Caracalla hat zum Feldzug ein dafür eigenes Diplom entworfen, welches dem normalen Militärdiplom der römischen Truppen ähnelt.

Alle Germanen sind eingeladen dieses Feldzugdiplom zu erwerben, zum Ausdruck des Wohlwollens an den Kaiser.

Jung und Alt, Groß und Klein sind aufgerufen das Diplom während des Feldzuges zu bestehen – durch aufopferungsvolle Taten zu glänzen und dadurch dem Kaiser zu gefallen und den Kriegszug zu unterstützen.

Während des Feldzuges wirbt der Kaiser um Truppen im feindlichen Germanien. An jedem Lagerort findet eine Musterung der großen und kleinen Freiwiligen durch den Zenturio statt.

Nach Absolvierung div. Stationen wie Reiten, Bogen schießen, Rüstungstest, Getreide mahlen …..(Stationen fakultativ) besteht die Möglichkeit das CARACALLA Feldzugdiplom zu erhalten.
Gehöre auch DU dem Kaiser !

Das römische Imperium in Germanien zu verbreiten ! VICTORIA ROMA

Krieg und Wellness am Limes -
Von Marcus, geschrieben am Donnerstag, 08. August 2013 um 18:36 Uhr

Caracallas Feldzug am Limestor Dalkingen zum Anfassen

Sonntag, 11.08.2013, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Veranstaltungsort: Rainau-Dalkingen, Limestor

In diesen Wochen und Monaten hat der Kaiser Caracalla, der von 211 bis 217 nach Christus das Römische Weltreich regierte, in unserer Region Konjunktur. Um den 11. August 213 nach Christus, vor 1800 Jahren also, marschierte er mit seinen Soldaten über die Ostalb und überschritt offenbar bei Dalkingen den Limes, um gegen die Germanen Krieg zu führen. Deshalb wird am Sonntag, 11. August 2013, von 11:00 bis 16:00 Uhr rund um das Schutzhaus Limestor Dalkingen in Rainau an vier Stationen ein außergewöhnliches Programm zum Anfassen, An- und Ausprobieren geboten.

Das spektakulärste Angebot vorneweg: Gebunden an die Nachricht, Caracalla sei während des Feldzugs in einem Wagen gefahren worden, wird an diesem Tag ein Streitwagen mit vier Pferden, eine sogenannte Quadriga, vorfahren. Es besteht Mitfahrgelegenheit und außerdem sind spezielle Vorführungen geplant. Vor einem großen Banner mit der Darstellung eines römischen Tempels geht es um den Heilgott Apollo Grannus, dem Caracalla besonderes zugetan war. Salben, Düfte, Baden und Heilen in der römischen Antike stehen im Mittelpunkt des Informationsangebotes. An einer anderen Station kann der Cucullus, der germanische Mantel des Kaisers, anprobiert werden. Nach diesem Kleidungsstück, das in etwas modifizierter Form Caracalla genannt und gerne vom Kaiser getragen wurde, hat der Kaiser seinen Spitznamen erhalten. Römische Soldaten und germanische Krieger präsentieren in ihrem Lager die Schutz- und Angriffswaffen, so wie sie zur Zeit Caracallas im Einsatz waren. Für Speisen und Getränke ist selbstverständlich ganztägig gesorgt.

Die Veranstaltung wird federführend vom Limes-Informationszentrum Baden-Württemberg des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zusammen mit dem Landratsamt des Ostalbkreises und dem Limesmuseum Aalen organisiert. Parkmöglichkeiten finden sich auf den Parkplätzen bei der Jagsttalhalle in Schwabsberg und der Mehrzweckhalle in Dalkingen. Der Parkplatz unterhalb des Limestores ist wegen der Veranstaltung gesperrt.

Patrouille am Limes, Teil III
Von Ralf, geschrieben am Freitag, 02. August 2013 um 16:38 Uhr

Übungsmarsch am Limes entlang und weiter zum Kastell Rainau-Buch und zurück; Aktion im Goldenen Lamm, Schwabsberg

Die Vorbereitungen verstärken sich, die Gruppen selbst auch, diesmal waren es schon 4 Kommilitonen: Flavius Julius Pervincus, Flavius Valentinus, Lucius Aurelius Titius Iulianus und der Optio Aurelius Severus, welcher der Truppe auch den nötigen Schub verlieh.
Am Bucher Stausee wurde auch gleich der Lagerplatz in Augenschein genommen. Anschließend wurde noch eine Exkursion ins Goldene Lamm nach Rainau – Schwabsberg unternommen. Dort hielt gerade Limes-Cicerone Roland Gauermann arglos einen Vortrag über den Verlauf des Feldzugs von 213. Zwei Miles nutzten die Gelegenheit zum Einmarsch und erklärten den (trotzdem angenehm) überraschten Cicerone kurzerhand im Namen des Kaisers für verhaftet. Geistesgegenwärtig konnte er sich aber umgehend durch eine großzügige Spende germanischen Gerstensaftes auslösen. Letztlich konnten die Beiden ihm bei seinen Erklärungen gegenüber den zahlenmäßig deutlich überlegenen Germanen beistehen und zu einem glücklichen Abschluss seines Vortrags beitragen.

Aus dem Tagebuch des Flavius Marianus
Von Flavius Marianus, geschrieben am Freitag, 02. August 2013 um 00:56 Uhr

Die Tage vor dem Feldzug sind gezählt. Die Vorbereitung laufen auf Hochtouren, wie man zum Beispiel aus dem Tagebuch des Flavius Marianus – eine Gestalt einer Vorbereitungsaktion in einer Nachtpatrouille – entnehmen kann.

So Welzheim ist jetzt auch auf den Besuch Caracallas vorbereitet. Wobei was war das eigentlich für eine Nachtpatrouille? Meckernde Soldatenweiber, Händler mit Waffen, verbündete Germanen und ein Centurio, der Verrat begeht… Wer hätte das gedacht, ausgerechnet dieser Kommandant, der doch als treu galt… Naja jetzt muss man Nägel mit Köpfen machen und einen fähigen neuen Centurio einsetzen, der die Soldaten in den Griff bekommt…. Jetzt nur kein Zeichen von Schwäche zeigen. Aber wen soll man dort einsetzen, an diesem so wichtigen Ort. Es muss einer sein, der viel Mut verbreitet, jung, dynamisch und natürlich treu unserem großen Caracalla. Aber wen könnte man da nehmen? Welzheim ist ja schon ein wichtiger Ort und der Numerus Brittonum ist ja schon auf so manchem wichtigem Spezialeinsatz gewesen. … obwohl, überrascht war ich ja schon, dass da plötzlich Soldatenweiber auf die Barrikaden gehen, weil der Kaiser einen Feldzug macht. … Und, dass dann Händler im Vorfeld des Feldzugs mit Waffen handeln, das ist wirklich zunächst schwer zu verkraften, das muss unterbunden werden, Caracalla kommt und zwar in zwei Wochen, man könnte leicht ein Attentat auf ihn verüben, das muss verhindert werden! Aber immerhin zeigen sich einige verbündeten Germanen willig mit ihm in die Schlacht zu ziehen… Für Geld und Schutz zwar, aber wen kümmert das, wenn nur der Feldzug erfolgreich wird… Und in allen diesen Angelegenheiten ist ein Centurio verstrickt ein treuloser Verräter. Es wird also schwer sein jemanden zu finden, der das Kastell und die Einheit in den Griff bekommt….Wen könnte man da nur nehmen? … Ah ich weiß, ich werde ihn Caracalla für Welzheim empfehlen: Marcus Octavius Severus….

Römerfest in Oberriexingen, Lkrs. LB vom 27.07. bis 28.07.2013
Von Ralf, geschrieben am Freitag, 26. Juli 2013 um 17:55 Uhr

Römisches Ernte-, Schiffsbau- und Handwerkerfest 2013
Auf der Enzinsel wird von einer Abordnung des NBL eine kleine Grenz- & Zollstatio mit Tabularium (Schreibstube) und Beneficiarier inszeniert.

Ein Feldzug kostet Geld. Gut, dass die römischen Kassen immer wieder befüllt wurden, auch wenn sie seit Kaiser Tiberius nie mehr gefüllt waren. Schließlich brauchte man das Geld – und die gute Leistung der Soldaten will ja auch gut bezahlt sein (auch wenn manche Kaiser es nötig hatten, damit sicherzustellen, dass sie selbst sicher waren vor der Wut der Soldaten).
Der Zoll war hierbei, wie auch heute noch, eine der Haupteinnahmequellen des römischen Reiches. So zollfrei wie derzeit im EU-Binnenmarkt ging es aber im römischen Reich nicht zu. An vielen Provinzgrenzen befand sich oftmals eine sogenannte Statio, eine Zollstation, an der Römerstraße, besetzt mit Beneficiariern.
Mal sehen, was diesmal für des Kaisers Kriegskasse abfällt……

Patrouille am Limes, Teil II
Von Ralf, geschrieben am Freitag, 26. Juli 2013 um 17:30 Uhr

Voll gerüstet unterwegs am Limes um den Limesturm 12/77 am Mahdholz zwischen Hüttlingen und Rainau-Buch.

Zum wiederholten Mal ging es an den Limes zur Patrouille. Diesmal wieder mehr als ein Soldat. Denn die Erfahrung lehrt nicht nur den Umgang mit der Ausrüstung, wie man sie am schnellsten anlegt und das Gepäck am besten verstaut und das Ganze dann optimal am Körper verteilt dahinschleppt. Sich alleine auf den Marsch vorzubereiten und in sengender Hitze vor sich hin zu trotten, nein, dass nichts für gesellige Soldaten. Beim gemeinsamen Marschieren tauscht man sich über bisherige Erfahrungen, aufgetretene Probleme mit der Ausrüstung und die Auswirkungen auf die Kondition und den eigenen Körper überhaupt aus. Auch werde Überlegungen angestellt, wie die eigene und allgemeine Motivation aufrecht erhalten oder angeschoben werden kann. So wurde schon viel optimiert, weshalb es diesmal keinerlei Probleme gab. Nur die Hitze machte einem zu schaffen, aber auf einem solchen Marsch gewöhnt man sich auch daran – und eh man sich versah waren auch schon über 5 römische Meilen geschafft. Über 7 Kilometern für einen Feierabendrundmarsch: Das lässt einen zuversichtlicher und ruhigeren Gemütes auf die Belastungen des anstehenden Marsches blicken.
Am nächsten Mittwoch um 17:30 Uhr geht’s weiter, mal seh’n, wer sich sonst noch einfindet.

Erlebnistag zur Caracalla Ausstellung
Von Markus, geschrieben am Dienstag, 23. Juli 2013 um 00:07 Uhr

Zu Beginn der Sommerferien veranstaltet das Aalener Limesmuseum i. V. mit den Stuttgarter Nachrichten wieder einen seiner beliebten Erlebnistage. Im Fokus der Veranstaltung steht die große Sonderaustellung Caracalla – Kaiser-Tyrann-Feldherr.

Die vier bekanntesten Römergruppen Süddeutschlands werden dazu ein spannendes Programm vorbereiten, das speziell die Militärtechnik und Ausrüstung des 3. Jh. präsentiert. Rüstungen werden erklärt, gefährliche Pfeilgeschütze sind in Aktion zu bewundern oder römische und alamannische Handwerker wie Zimmerleute, Schmiede und Bäcker zeigen Techniken der damaligen Zeit. Dazu gibt es Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung und viele Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene (z. B.: Filzen, Schmuckherstellung, Pfeil- und Bogenschießen, Rüstungsprobe usw…)

Limesmuseum Aalen
Sa 03.08. 11.00-17.00 Uhr

Weitere Infos unter www.limesmuseum.de

Der Kaiser kommt näher
Von Marcus, geschrieben am Freitag, 19. Juli 2013 um 21:30 Uhr

Römerfest in Faimingen

Faimingen Wir schreiben das Jahr 213 nach Christus: Aquae Phoebiane erwartet hohen Besuch. Denn niemand Geringerer als der römische Kaiser Caracalla stattet dem Tempel einen Besuch ab, um dem Quell- und Heilgott Apollo Grannus zu opfern. Im Anschluss zieht er gen Norden von dannen, um gegen die Alemannen einen Feldzug zu führen. 1800 Jahre nach diesem geschichtsträchtigen Ereignis wollen die Faiminger Kastell-Schützen mit einem großen Römerfest den Jahrestag des kaiserlichen Besuches feiern und lassen Römer und Alamannen Einzug halten.

Modenschau und Kaiserkult

Die Tempelanlage in Faimingen verwandelt sich hierfür vom 20. bis 21. Juli in ein römisches Lager. Los geht’s am Samstag um 13 Uhr mit dem Lagerleben. Um 17 Uhr marschieren die Römer und Alamannen ein, es gibt eine Modenschau, eine Rüstungsvorführung, den Kaiserkult und eine Weihezeremonie. Ab 20 Uhr folgt die Abendinszenierung: „Der Kaiser kommt“.

Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit dem Lagerleben, das erweiterte Programm startet um 13 Uhr. Gegen 17 Uhr verlassen die Akteure dann den Faiminger Tempelbezirk. Neben selbst gemachten Kuchen und leckeren Speisen vom Grill werden mit Moretum, Rahmfleck und römischer Wurst auch traditionelle römische Speisen angeboten

Sonderausstellung in Buchenbach eröffnet
Von Stefan, geschrieben am Samstag, 06. Juli 2013 um 21:54 Uhr

Wer sich schon vorab über den Caracallafeldzug informieren möchte kann dies nun im Herrenhaus von Buchenbach tun. Infotafeln und eine rekonstruierte Römerrüstung geben einen fundierten Eindruck zum bevorstehenden archäologischen Experiment.

Unter anderem macht auch die diesjährige Tour de Ländle in Buchenbach Station. Ob mit dem Rad oder einem anderen Verkehrsmittel, ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall. Der NBL wünscht viel Vergnügen.

Wer die Ausstellung besuchen möchte kann dies zu folgenden Zeiten tun:

Donnerstag: 14 Uhr – 17.30 Uhr
Freitag: 10 Uhr – 13 Uhr und 14 Uhr – 17.30 Uhr
Samstag: 10 Uhr – 13 Uhr und 14 Uhr – 17.30 Uhr
Sonntag: 10 Uhr – 13 Uhr und 14 Uhr – 17.30 Uhr
Montag: 14 Uhr – 17.30 Uhr

Viele weitere Informationen unter:
http://www.erlebnis-mittleres-jagsttal.de

Kein Marsch ohne Hymne
Von Marcus und Markus, geschrieben am Mittwoch, 03. Juli 2013 um 13:53 Uhr

Wenn sich im August die rund 20 Römer auf den Weg zum Feldzug ins Germanenland auf machen, dann tun sie das nicht ohne dafür in einem Liedern besungen zu werden. Joachim Stahl von den Numerus-Brittonum hat den passenden Song komponiert.

Das Meisterwerk wurde natürlich gleich in ein kleines Video mit Bildern und Videos aus den letzten Übungsmärschen eingebettet. Die Spannung auf den Caracallafeldzug 2013 dürfte dadurch ins Unermessliche ansteigen ;)

Der Kaiser kommt in den Medien
Von Markus, geschrieben am Donnerstag, 27. Juni 2013 um 01:08 Uhr

Langsam bekommen es wirklich alle mit: Der Kaiser kommt! Zumindest in der Zeitung und im Fernsehen, denn die Medien haben inzwischen einige Artikel über unser Projekt verfasst: Ein Überblick.

  • Am 25.06.2013 berichtete Regio TV über den Probemarsch und findet “nicht nur durch Felder und Wälder, sondern auch über Asphalt und durch Wohnsiedlungen – die spinnen die Römer” Video angucken
  • Die Schwäbische berichtete am 25.06.2013: “Römer sind doch normal am Limes” Artikel lesen
  • In der Schwäbischen-Post konnte man am 23.06.2013 genauere Details über den Ablauf des Probemarschs erfahren. Artikel lesen

und das sind noch längst nicht alle, sondern nur die, die mir eben auf die Schnelle eingefallen sind. Aber das sind schon genug weshalb sich bald keiner mehr behaupten kann nichts von Caracalla und seinem Feldzug gehört zu haben ;)

Truppe für Feldzug in Aalen angekommen
Von Marcus, geschrieben am Sonntag, 23. Juni 2013 um 22:36 Uhr

In den Startlächern für den großen Feldzug

Nach ca 30 km Marsch ist die letzte Vorbereitungsstrecke zwischen Gmünd und Aalen gemeistert.

Insbesondere am 2. Tag musste der Centurio die Truppe mehr als sonst motivieren, da eine gewisse Müdigkeit (auch wegen der verlängerten Wachzeiten der Nachtwachen aufgrund von akkuter Germanengefahr) Einzug erhalten hat. Die vitis (Der Weinstock) musste allerdings noch nicht gezückt werden.
Damit steht die Truppe für den Feldzug im August bereit.

Eine ausführlichere Berichterstattung folgt !

Aalen wir kommen
Von Marcus, geschrieben am Samstag, 22. Juni 2013 um 20:08 Uhr

2. Uebungsmarsch angelaufen

Aufbruch vom kastell gmuend.
Provinzialbevoelkerung freundlich gesinnt
Bis kastell boebingen vorgerrueckt

Sonderausstellung im Limesmuseum Aalen
Von Marcus, geschrieben am Mittwoch, 19. Juni 2013 um 17:58 Uhr

CARACALLAKAISER, TYRANN, FELDHERR

Eine Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg in Kooperation mit der Stadt Aalen und dem Ostalbkreis.
Vor 1800 Jahren betrat Caracalla, in der Nähe des Kastells Aalen und des Limestores bei Dalkingen germanischen Boden. Sein Feldzug brachte den Grenzprovinzen noch einmal eine Generation lang Frieden, bevor mit den Germaneneinfällen ab 233 n. Chr. das Ende des Limes eingeläutet wurde.
Dennoch erscheint Caracalla in der römischen Geschichtsschreibung so ambivalent wie kaum ein anderer Kaiser als Brudermörder, wahnsinniger Tyrann, Verfassungsreformer und siegreicher Feldherr. Die Ausstellung präsentiert erstmalig Caracalla und seine Zeit vor dem Hintergrund der archäologischen und historischen Quellen.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband in der Reihe des Philipp von Zabern-Verlages „Bildbände zur Archäologie” mit vertiefenden Aufsätzen verschiedener Autoren.

Carcalla kommt... sagt man
Von Marcus, geschrieben am Dienstag, 11. Juni 2013 um 21:27 Uhr
„Im Schatten des Limes“ – abenteuerliche Nachtpatrouille im Fackelschein

Zur ersten Nachtpatrouille der Saison laden Sie die Limes-Cicerones am Samstag, den 15.6.13, um 20.30 Uhr ins Ostkastell Welzheim herzlich ein. Im Dunkeln entwickeln die antiken Ruinen ihren ganz besonderen Reiz, wenn die Soldaten das Kastell verlassen, um den Limes auf den anstehenden Besuch des Kaisers vorzubereiten. Die Besucher begleiten den kaiserlichen Agenten Apollonius, der sich auf den Weg gemacht hat, um mit dem örtlichen Offizier zu sprechen. Da dieser sich gerade aber nicht im Kastell befindet, sondern an der Grenzanlage weilt, bleibt Apollonius nichts anderes übrig als selbst ebenfalls die Wachposten aufzusuchen. Dabei lässt er sich auch von angeblichen Germanen nicht abschrecken, doch dann mehren sich Gerüchte über ein Verschwinden des Kommandanten. Nun ist es an Apollonius zu enthüllen, was am Rande des Imperiums vor sich geht.
Mit fachkompetenten Erklärungen durchsetzt, erwacht so die Vergangenheit in der Dunkelheit zu neuem Leben. Bei den Begegnungen wird also die Geschichte wortwörtlich lebendig.
weitere Informationen unter www.limeserleben.de

Aktion zum Welterbetag am Sonntag, 02.06.2013, am Limestor Rainau-Dalkingen
Von Ralf, geschrieben am Dienstag, 28. Mai 2013 um 22:36 Uhr

Eine Grenze wird von Soldaten meist nicht überschritten, sondern eher bewacht, damit man sicherstellt, dass nur drüber kommt, wer soll und der Rest eben nicht. In dieser Funktion soll am Welterbetag das Limestor präsentiert werden.

Seit 2006 findet am UNESCO-Welterbetag am ersten Sonntag im Juni der Aktionstag „Am Limes grenzenlos“ statt. Entlang des Limes wird durch eine Vielzahl von Veranstaltungen das Leben am Limes und die Funktion dieser antiken Grenze anschaulich und lebendig gemacht.

Das Limestor Dalkingen hat am 2. Juni 2013 von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und ist bewirtet. Führungen im Schutzbau über dem Limestor durch Limes Cicerone Rainer Burger finden jeweils um 11:00, 14:00 und 15.30 Uhr statt. Ralf Barth von der Römergruppe Numerus Brittonum aus Welzheim schlüpft an diesem Tag in die Rolle des fiktiven römischen Grenzbeamten Lucius Aurelius Titius Iulianus und veranschaulichst die Aufgaben eines Beneficicarius am Rande des römischen Reiches.

Info: Der Eintritt zum Limestor ist frei. Parkmöglichkeiten befinden sich von Schwabsberg kommen unterhalb des Limestores.

Der Mantel des Kaisers
Von Karl-Heinz, geschrieben am Dienstag, 28. Mai 2013 um 19:52 Uhr

Caracalla sei Dank – wir durften ja bei unserem ersten Verlegungsmarsch von Welzheim nach Lorch und weiter nach Gmünd unsere Ausrüstung unter sehr nassen Bedingungen testen. Ich war sehr erstaunt wie mein Caracalla-Mantel aus Wolle gegen den Regen und Wind schützte.

Während der „regenfreien“ Phasen des Marsches trocknete er schnell ab. Sicher, bei 24h Dauerregen Doch ob da GoreTex und Co auch so super dicht sind? Bei den antiken Historikern haben wir 2 Versionen wie der Kaiser zu seinem Namen kam.
1) Der Kaiser trug gern den gallischen Kapuzenmantel (Caracalla)
2) Er stiftete für alle Bewohner einen Mantel(Caracalla)

Caracallafeldzug - Der Trailer
Von Marcus, geschrieben am Mittwoch, 22. Mai 2013 um 23:54 Uhr

Bewegte und bewegende Bilder zum Großprojekt

Damit man ein wenig einen besseren Eindruck vom Projekt bekommt.

Verlegungsmarsch Welzheim - GD Rotenbachtal
Von Ralf, geschrieben am Dienstag, 14. Mai 2013 um 20:55 Uhr

Marschier oder …. marschier noch mehr – und besser!

Der Numerus Brittonum sammelt sich im Ostkastell, um entlang des Limes zu marschieren – voll bepackt versteht sich.

11. Maius 2766 a.u.c. (ab urbe condita): Die Einheit mit Troß und Kavallerie sammelte sich, verstärkt durch befreundete Legionäre und Auxilliare aus ganz Germanien. Der Feldzug wird ja im Kastell Aalen beginnen, weshalb eine Verlegung dargestellt wurde. Um die Mittagszeit wurde ausgerückt. Nur – wo sind die Germanen, fragten sich viele? Haben wir sie jetzt schon eingeschüchtert oder liegt es eher am Wetter? Es war wohl das Wetter, denn bewölkt war es bereits zu Beginn und kurz vor Pfahlbronn wurde unser Vorhaben durch den Gott des Krieges und des Wetters, Mars höchstpersönlich, einer ersten Prüfung unterzogen. Es regnet, nicht zu heftig aber doch etwas länger. Was für ein “Glück”. So konnte die Ausrüstung auf Wetterfestigkeit getestet werden und die Beteiligten auf deren Verträglichkeit. Den größten Teil der Strecke lachte aber doch hinter den Wolken immer wieder die Sonne. Das Gelände war teils gut geteert, teils grob geschottert, fester Boden oder einfach nur Matsch. Ging es doch abwechselnd auf gut ausgebauten Straßen oder einfachen Feldwegen und engen Waldpässen voran, teils ansteigend, andererseits wieder steil abfallend. Alles mit einer Menge Gepäck im Rücken.
Am Nachmittag wurde am Limesturm in Lorch Stellung bezogen und das Nachtlager aufgebaut. In geselliger Runde baute sich unter den oftmals einander noch unbekannten Marschierern eine vertraute und lustige Gesellschaft auf. Erfahrungen wurden ausgetauscht und sogleich auch neue gesammelt: Feuer machen auf altertümliche Weise, Zubereiten von Puls nach Art der Brittonen (sehr schmackhaft), welcher selbstverständlich mit Cervisia und Wein hintergespült wurde. Wasser & Posca sind doch eher besser auf dem Marsch.
Die Nacht war frisch, aber auch kurz, wurde doch abwechselnd Nachtwache gehalten. Wenigstens wurden wir während der Turmwache in Lorch von Regen verschont.
Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Das Wetter war wieder schlechter während des Marsches, es regnete immer wieder kurz. Zuletzt ging es wieder durch den Wald, die Wege wurden anspruchsvoller, bis sie nur noch wage zu erahnen waren. Hier wurde die Provinzgrenze von Obergermanien nach Raetien überschritten und den Fines, den Grenzgottheiten geopfert. Kurz danach war der erste Gefallene zu beklagen, er fiel aber ohne Feindeinwirkung aufgrund des rutschigen Untergrundes. Wieder eine Erfahrung mehr für ihn. Deshalb hatten die richtigernRömer genagelte Schuhe! Nach einer kurzen Wegstrecke am Rotenbach entlang endete der Marsch unterhalb des Kleinkastells Freimühle bei Schwäbisch Gmünd.

Aufbruch erfolgreich
Von Marcus, geschrieben am Samstag, 11. Mai 2013 um 19:43 Uhr
beendet ist der marsch und wir sind voll am … – Erfahrungen sammeln

erster marschtG der Verlegung erfolgt. Bilanz . verlorene naegel 1’. getötete barbaren 438’‘ verlvstr 0

HINWEIS: Die Feldpost kann Übertragungsfehler der Wachstafel enthalten – Für Rechtschreibung kein Speer

Caracalla-Feldzug - eine Expedition in das 3.Jahrhundert
Von Marcus, geschrieben am Dienstag, 07. Mai 2013 um 18:33 Uhr

Infovortrag am Dienstag, 14. Mai. Beginn 20.00Uhr. Studentenverbindung AV Cheruscia Tübingen

In dem zweiten Vortrag des Sommersemesters der AV Cheruscia wird den Spuren Caracallasin das 3. Jahrhundert nach Christi Geburt gefolgt. Der Gast Marcus Schaaf wird uns dabei nicht nur über die historischen Hintergründe dieses römisches Feldzuges näherbringen, sondern auch von einem Projekt der experimentellen Archäologie berichten, das sich zum 1800-jährigem Jubiläum mit diesem Ereignis genauer beschäftigt.

Neugestaltete Römerabteilung: Eröffnung am 28. April
Von Marcus, geschrieben am Mittwoch, 24. April 2013 um 19:20 Uhr

Am 28. April 2013 ist es soweit: Die neugestaltete Römerabteilung im Städtischen Museum Welzheim wird ab 11.30 Uhr ihre Türen für Besucher öffnen.

Nach einer grundlegenden inhaltlichen Überarbeitung, die wissenschaftlich vom Landesamt für Denkmalpflege begleitet wurde, ist die Römerabteilung erweitert und neu gestaltet worden und ermöglicht nun einen aktuellen und umfassenden Gesamtüberblick über die römische Geschichte der Kastellstadt Welzheim. Auf ca. 150 qm Fläche im Erdgeschoss des Museums werden zahlreiche bedeutende Grabungsfunde, zum Teil aus Grabungen der letzten Jahre auf dem Gelände des einstigen Westkastells (2005/2006) und in der Behringstraße (2011), überhaupt erstmals öffentlich präsentiert. Modernste Präsentationstechniken, zahlreiche Reliefe, Exponate und Animationen ermöglichen den Besuchern faszinierende Einblicke in die römische Vergangenheit und dem Leben in Kastellen und am Limes.

Die Welzheimer Römergruppe Numerus Brittonum Limites lassen am Eröffnungstag mit Themenständen im Museumshof das römische Leben lebendig werden. Dr. Marcus Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege bietet um 14 Uhr und 16 Uhr eine Führung durch die neugestaltete Römerabteilung an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Museum hat am 28. April von 11. 30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, ansonsten jeweils sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Im Vorfeld der Eröffnung findet am Freitag, 26. April um 20 Uhr im Ratssaal des Rathauses ein Vortrag von Professor Dr. Holger Sonnabend von der Universität Stuttgart mit dem Thema “ Welzheim – eine Stadt im römischen Reich“ statt. Auch hier ist der Eintritt frei.

Steine erzählen - Die Lebensgeschichte des Publius Ferrasius Avitus
Von Markus, geschrieben am Dienstag, 23. April 2013 um 11:27 Uhr

Oftmals sind es nur ein paar unscheinbare Textzeilen, die sich auf römischen Weihe- oder Grabsteinen erhalten haben. Die lateinischen Texte sind aus Platz-und Kostengründen oftmals noch stark abgekürzt, sodass sich auf den ersten Blick nur ein Buchstabensalat dem Betrachter offenbart. Wer sich aber die Mühe macht den Text zu entschlüsseln, taucht ein in eine längst vergangene Zeit.

Der Vortrag von Dr. Jörg Scheuerbrandt vom Römermuseum Osterburken erzählt die spannende Lebensgeschichte des Legionssoldaten Publius Ferrasius Avitus anhand eines in Obernburg am Main gefundenen Weihesteins für Jupiter Dolichenius.

Die Veranstaltung im Römerhaus Walheim ist ein Tipp für alle die den Vortrag noch nicht geshört haben. Donnerstag 25. April im Römerhaus Walheim. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos: http://www.roemerhaus.com/190-0-Steine-erzaehlen.html

Vorstoß ins Expeditionsgebiet, Teil I
Von Ralf, geschrieben am Sonntag, 21. April 2013 um 08:24 Uhr

Veranstaltung in Mulfingen, Herrenhaus Buchenbach, am 19.04.2013, 20:00 Uhr, als Begleitung von Herrn Roland Gauermann auf dessen Vortrag als Limes-Cicerone über die Expeditio Germanica des Caracalla

Beim Vortrag wurde von Herrn Gauermann ausführlich auf den historischen Zug des Caracalla eingegangen, beginnend vom Zeitrahmen bis hin zur Strecke, ausgehend von den Ausgrabungen am Limestor in Dalkingen, mit welchem er als ehem. Bürgermeister von Rainau ganz besonders vertraut ist (was ihm auch spürbar am Herzen liegt, nicht zu unrecht, da es sich schließlich um eine historische Sensation handelt.). Weiter wurde dann detailliert der weitere Verlauf des Feldzugs erläutert und fundiert begründet. Zur Auflockerung gab es einen kleinen Kurzfilm über die Geschichte des Limes in seinen verschiedenen Ausbauphasen. Schließlich wurde übergeleitet zum Projekt 1800 Jahre später. Hierzu wurde von Ralf Barth eine Ausrüstung ausgestellt und im Detail erläutert.
Das Publikum zeigte sich rege interessiert und es wurde während und im Anschluss nicht wenig Zeit darauf verwendet, auf die Fragen der Zuhörer einzugehen.
An dieser Stelle sei insbesondere unseren Unterstützern im Museum Herrenhaus, Frau Huesmann, und bei der Gemeinde Mulfingen gedankt, namentlich Herrn Bürgermeister Böhnel und Frau Herbert , die unserem Projekt zu wertvoller Vorbereitung verhelfen.

Meine Ausrüstung (2)
Von Karl-Heinz, geschrieben am Samstag, 20. April 2013 um 17:53 Uhr

Eines der Höhepunkte bei dem ganzen Basteln war das Scutum oder Schild. Um es nach historisch belegten Vorlagen herstellen zu können mußte man Hölzer in verschiedenen Lagen verleimen, hinten und vorne mit Leinen oder Leder überziehen. Dazu ein Rohhautrand. Dann sollte es auch noch gewölbt sein.

Nachdem ich einen Freund der eine eigene Schreinerei besitzt, mit dieser Herstellung “konfrontiert” habe, meinte der das sei schon machbar doch dazu bräuchte er eine Biegeschablone – woher nehme ich die? Ich könnte nach Feierabend rein und die Holzlagen verleimen meinte er. Dazu die weiteren Arbeitsschritte …..und und ….. das ich letztendlich beschloß diesen Schildrohling bei einem Profi zu bestellen. Der war schnell – es dauerte auch mehrere Wochen – ich hätte das nie hingekriegt von der Zeit und überhaupt! Die Schildmaße sind nach Junkelmann B3-Die Reiter Roms (114×60).

Als nächstes musste es also bemalt werden, was ich aber erst in einem weiteren Beitrag erklären möchte.

Die Routen abseits der Marschroute - Reisen im römischen Reich
Von Ralf, geschrieben am Dienstag, 16. April 2013 um 08:06 Uhr

Projekt der Stanford University unter http://orbis.stanford.edu/

Um im römischen Reich vorwärts zu kommen, war das außergewöhnliche Straßennetz bestimmt von großem Nutzen, insbesondere für das Militär. So konnten große Truppenkontingente schnell und kostengünstig verlegt werden, bedurfte es doch dazu keiner Schiffe und auch nicht allzu viel Tross, weil die Soldaten einen wesentlichen Teil ihrer Ausrüstung selbst zu tragen hatten. Aber auch für den zivilen Reisenden war es angenehmer auf gepflasterten Straßen, die das Regenwasser seitlich ableiteten, zu wandern, als auf sumpfigen Trampelpfaden.

Dennoch basierten das Reisen & der Warentransport hauptsächlich auf dem Wasserwegenetz, entlang der Flüsse und natürlich über das Meer, was für Schwerlasten effektiver ist als ein Ochsenkarren. Schließlich baute sich das Römische Reich um das Mittelmeer herum auf, welches die Römer auch ihr Eigentum nannten (MARE NOSTRUM), zum anderen wurde es auch nördlich und westlich größtenteils vom Atlantik und an den meisten anderen Grenzen ebenfalls durch Flüsse und Meere begrenzt.

Das Straßennetz war derart gut ausgebaut, dass es auch nach dem Reichsende noch viele Jahrhunderte trotz fortschreitendem Zerfall genutzt werden konnte und Kopien von Straßenkarten auf dessen Grundlage noch lange Verwendung fanden (Tabula Peutingeriana). Das Reisen richtete sich nach derart zahlreichen Faktoren, von der Verfügbarkeit unterschiedlichster Verkehrswege bis hin zur Reisezeit, so dass der scheinbar geographisch kürzeste Weg nicht unbedingt auch der schnellste oder kostengünstige sein musste.

Die Stanford University hat hierzu unter Verwendung umfangreicher historischer, topographischer und meteorologischer Parameter einen „römischen Routenplaner“ entwickelt, welcher u.a. der vorzüglichen Dokumentation der römischen Verwaltung über das Straßennetz zu verdanken ist – eine sehr interessante Seite unter http://orbis.stanford.edu/, welche eine besser Vorstellung über die Art und Weise des Reisens vor 2000 Jahren erschließt.

Patrouille am Limes, Teil I
Von Ralf, geschrieben am Montag, 15. April 2013 um 09:51 Uhr

Der 1. Kontakt – mit Strecke und Leuten

Früh übt sich, wer fit für den langen Marsch sein will. Deshalb haben sich die Kommilitonen Flavius und Lucius in (fast) voller Ausrüstung bei Rainau auf den Weg gemacht und sind vom Limeswachtturm 12/77 im Mahdholz bis nach Dalkingen ans Limestor und zurück patrouilliert, geschätzt 8 km. Die Knochen & Muskeln tun schon nicht mehr weh, denn alles wird jetzt schon optimal geschultert. Die Resonanz bei den Passanten war groß: Von Familien mit Kindern, einer Gruppe Schülerinnen, Besuchern am Limestor jeder Altersgrup-pe, Joggern, Radfahrern und dem diensthabenden Limes-Cicerone am Limestor.

Nur ein fast unverzeihlicher Fehler unterlief den beiden: Keiner hatte eine Lanze dabei. Nicht auszudenken, wenn die Germanen nicht so friedlich gewesen wären …. Zum Glück ist diesmal alles nochmal gut gegangen.

Bilder vom Probemarsch
Von Markus, geschrieben am Samstag, 13. April 2013 um 21:18 Uhr

Inzwischen ist auch eine kleine Auswahl an Bildern vom ersten Probemarsch vorhanden. Natürliche wollen wir die niemandem verheimlichen und veröffentlichen diese nun auch.

Die “Versuchsstrecke” führte den kleinen Probetross kreuz und quer durch Welzheim und das bei eisigen Temperaturen. Stefan und ich hingegen übten schon mal etwas unsere Aufgaben – testeten den Blog über UMTS von unterwegs, und fotografierten den Übungsmarsch – im Auto wars jedenfals etwas wärmer und auch bequemer ;)

Bewegende Bilder
Von Markus und Stefan, geschrieben am Freitag, 12. April 2013 um 20:12 Uhr

Rein zufällig als wir einfach mal so auf Welzheims Feldern herumspaziert sind entdeckten wir in der Ferne eine kleine Gruppe Römer. Aufmerksam wie wir waren, zuückten wir die Kamera und hielten diesen historischen Moment auf dem Gerät fest.

Da wir jetzt auch Videos bloggen können müssen wir dies natürlich auch sofort ausprobiern und haben das Video aus Welzheim hochgeladen.

Meine Ausrüstung (1)
Von Karl-Heinz, geschrieben am Mittwoch, 10. April 2013 um 11:59 Uhr

Kennen lernen durfte ich die NVM BRIT bei einem Pferdevent im Ostkastell zu Welzheim in 2010. So war ich dann als “Gast” seit 2010 noch ein paar Mal bei Treffen der NVM BRIT dabei als ich mich 2012 entschloß doch in den Verein einzutreten. Dabei bin ich gar kein “Vereinsmeier”. Und das muss man bei den NVM BRIT auch gar nicht sein – das ist ganz was anderes – viel toller.

2012 war meine Ausrüstung doch schon beträchtlich angewachsen und da mir das Handwerken eh sehr gefällt, hatte ich beschlossen zum Caracalla Feldzug die fehlenden Dinge selber her zustellen. Auf meiner Liste standen Balteus (Wehrgehänge fürs Schwert), Scutum(Schild)und Tegimentum(Lederhülle Schild), Cucullus(Regencape) dazu alles was Ihr auf dem Bild seht.

Wow – dachte ich, das ist für mich unmöglich vor allem in der kurzen Zeit.

Bis auf die Beutel für Kleinteile, Gürteltasche, Situla und Schaffell (das hab ich meiner Mutter abgeluchst) habe ich mir den Rest nach und nach käuflich erworben. Stimmt nicht – unser Nobbe war fleissig beim Furka bauen und von dem habe ich eine bekommen – Danke Nobbe für deinen Einsatz. Ich versuche einen Reiter darzustellen doch hier sind die Dinge wie Pferdegeschirr, Sattel nicht erwähnt. Und warum brauch ich dann eine Furka – ganz einfach – für den Fall das ich doch laufen darf wegen Regen oder das Pferd kann aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Verpassen will ich dieses Ereignis auf keinen Fall!

Bild:
(1) Cucullus: Lederregenschutz (2) Caracalla Wollmantel (3) Ersatzgarnitur: Tunika, Hose, Socken (4) Pera: Ledertasche (5) großer Leinensack (6) Gürteltasche z.B. für Schreibutensilien(o.Abb) (7) div. Leinensäckchen (8) der römische Game Boy – das Würfelspiel (9) Getreideleinensäckchen (hier ca. 500gr befüllt) (10) Obst / Äpfel (11) Essbesteck(Holzteller, Holzlöffel, Messer in Holzscheide) (12) Reticulum: Proviantnetz (13) Gebrauchsmesser (14) Beil & „Hammer“ mit Eisenkette (15) Furca: Tragestange (unserem Nobbe sei Dank) (16) Schaffell(welches jetzt meine Mutter hoffentlich nicht sucht) (17) Leinentuch (Handtuch. Abtrockentuch) (18) römisches Feuerzeug: Feuerstein & Schlageisen – Zunderschwamm o.Abb. (19) Wasserschlauch (1L) mit div-Lederschnüren um „schwankende Ausrüstungsteile“ fest zu zurren (20) Geld(Gold)beutel & Hygienebeutel (z.B.für Rasierzeug, Kamm… – o.Abb.) (21) Patera & Situla (Kaserolle & Eimer) – o.Abb.

Es beginnt also mit dem Marschieren
Von Markus und Stefan, geschrieben am Samstag, 06. April 2013 um 16:20 Uhr

Erster Übungsmarsch in voller Ausrüstung erfolgreich absolviert. Heute wurde zum ersten Mal die Komplette Ausrüstung bei eisigen Temperaturen erprobt.

Der Centurio zeigte sich mit seinen Soldaten sehr zufrieden. Bis auf ein paar offene Schnürsenkel gab es keine Vorfälle. Und wir vom Logistikteam testete derweil den Transport von vier Wasserflaschen und einem Helmbusch.

Ton+Technik im Römerhaus Walheim
Von Markus, geschrieben am Donnerstag, 04. April 2013 um 14:08 Uhr

Heute nutzen wir mal die Gelegenheit für einen kleinen Hinweis für eine interessante Ausstellung im Museum Römerhaus Walheim. Dort ist ab Morgen die Sonderausstellung “Ton+Technik” zu Gast

Eröffnet wird die Ausstellung (Freitag, 5. April) um 19 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Martin Kemkes vom Archäologischen Landesmuseum Konstanz. Die Ausstellung ist dann bis 27.07 in Walheim – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Weitere Infos: www.roemerhaus.com/188-0-Sonderausstellung.html

Mit der Zeit gehen: Facebook
Von Markus, geschrieben am Mittwoch, 03. April 2013 um 00:31 Uhr

Auch gegen diesen Trend kann sich kein römischer Kaiser wehren: Facebook. Wir haben uns ebenfalls dazu entschieden auf den Sozialen Plattformen den Feldzug 2013 medial zu begeleiten.

Wenn Ihr also auch bei Facebook seid könnt ihr ja auf unserer Seite unter https://www.facebook.com/caracallafeldzug vorbei schnuppern und bestenfalls sogar auf “Gefällt mir” drücken ;)

Hauptmedium bleibt aber dieses Blog und seine Website, denn hier hat es mehr Platz, mehr Möglichkeiten und steht der ganzen unzensierten Welt zur Verfügung.

Wenn das der Kaiser wüsste
Von Markus und Stefan, geschrieben am Samstag, 30. März 2013 um 19:23 Uhr

So. Das isser nun. Unser Blog live vom Caracallafeldzug. Hier an dieser Stelle berichten wir über alles was wir total interessant finden. Und das kann so eine ganze Menge sein. Wir sind da nämlich absolut schmerzfrei und berichten auch vom Klatsch und Tratsch im Feldlager, von den besten Leberkäswekchen entlang der Route und von den glorreichen Siegen des Kaisers im wilden Germanien.

Damit wir das auch alles machen können begleiten wir für euch den Caracallafeldzug 2013 mit dem Auto (laufen tun wir Medienleute nicht so gerne), machen Fotos, führen Interviews mit den Teilnehmern oder lassen uns auch einfach nur mal so von der Stimmung inspirieren – die kann gut, aber auch ziemlich schlecht sein. Römer halt.

Dabei werden die Vorbereitungen genauso beleuchtet, wie die einzelenen Etappen und natürlich kommt auch der historische Bezug zu der Aktion nicht zu kurz. Außerdem verraten wir euch wo genau ihr den läufern begegnen könnt und welche spannende Aktionen passend zum Caracallafeldzug geboten werden.

Wir begleiten den Kaiser von Gestern mit der neuesten Technik von heute: Die Schreibtafel hat also ausgedient :-)

About

Interessierte Freizeitrömer stellen in einer spektakulären Aktion den Feldzug des römischen Kaisers Caracalla nach und marschieren mit wissenschaftlicher Betreuung und nur mit historisch belegter Mittel die Strecke von Aalen bis Osterburken.

Credits

Studio Orange WalheimREDAXO