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hier bloggen Teilnehmer des Marsches zu Themen rund um das Thema Caracallafeldzug 2013

Verlegungsmarsch Welzheim - GD Rotenbachtal
Von Ralf, geschrieben am Dienstag, 14. Mai 2013 um 20:55 Uhr

Marschier oder …. marschier noch mehr – und besser!

Der Numerus Brittonum sammelt sich im Ostkastell, um entlang des Limes zu marschieren – voll bepackt versteht sich.

11. Maius 2766 a.u.c. (ab urbe condita): Die Einheit mit Troß und Kavallerie sammelte sich, verstärkt durch befreundete Legionäre und Auxilliare aus ganz Germanien. Der Feldzug wird ja im Kastell Aalen beginnen, weshalb eine Verlegung dargestellt wurde. Um die Mittagszeit wurde ausgerückt. Nur – wo sind die Germanen, fragten sich viele? Haben wir sie jetzt schon eingeschüchtert oder liegt es eher am Wetter? Es war wohl das Wetter, denn bewölkt war es bereits zu Beginn und kurz vor Pfahlbronn wurde unser Vorhaben durch den Gott des Krieges und des Wetters, Mars höchstpersönlich, einer ersten Prüfung unterzogen. Es regnet, nicht zu heftig aber doch etwas länger. Was für ein “Glück”. So konnte die Ausrüstung auf Wetterfestigkeit getestet werden und die Beteiligten auf deren Verträglichkeit. Den größten Teil der Strecke lachte aber doch hinter den Wolken immer wieder die Sonne. Das Gelände war teils gut geteert, teils grob geschottert, fester Boden oder einfach nur Matsch. Ging es doch abwechselnd auf gut ausgebauten Straßen oder einfachen Feldwegen und engen Waldpässen voran, teils ansteigend, andererseits wieder steil abfallend. Alles mit einer Menge Gepäck im Rücken.
Am Nachmittag wurde am Limesturm in Lorch Stellung bezogen und das Nachtlager aufgebaut. In geselliger Runde baute sich unter den oftmals einander noch unbekannten Marschierern eine vertraute und lustige Gesellschaft auf. Erfahrungen wurden ausgetauscht und sogleich auch neue gesammelt: Feuer machen auf altertümliche Weise, Zubereiten von Puls nach Art der Brittonen (sehr schmackhaft), welcher selbstverständlich mit Cervisia und Wein hintergespült wurde. Wasser & Posca sind doch eher besser auf dem Marsch.
Die Nacht war frisch, aber auch kurz, wurde doch abwechselnd Nachtwache gehalten. Wenigstens wurden wir während der Turmwache in Lorch von Regen verschont.
Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Das Wetter war wieder schlechter während des Marsches, es regnete immer wieder kurz. Zuletzt ging es wieder durch den Wald, die Wege wurden anspruchsvoller, bis sie nur noch wage zu erahnen waren. Hier wurde die Provinzgrenze von Obergermanien nach Raetien überschritten und den Fines, den Grenzgottheiten geopfert. Kurz danach war der erste Gefallene zu beklagen, er fiel aber ohne Feindeinwirkung aufgrund des rutschigen Untergrundes. Wieder eine Erfahrung mehr für ihn. Deshalb hatten die richtigernRömer genagelte Schuhe! Nach einer kurzen Wegstrecke am Rotenbach entlang endete der Marsch unterhalb des Kleinkastells Freimühle bei Schwäbisch Gmünd.

About

Interessierte Freizeitrömer stellen in einer spektakulären Aktion den Feldzug des römischen Kaisers Caracalla nach und marschieren mit wissenschaftlicher Betreuung und nur mit historisch belegter Mittel die Strecke von Aalen bis Osterburken.

Credits

Studio Orange WalheimREDAXO